Archiv für das Monat: Juli, 2026

Die SGS 12 auf Studienfahrt in Prag

Nach einer langen Fahrt von neun Stunden kamen wir endlich in Prag an. Darauf folgte ein kurzer Weg zu Fuß zu unserem Hotel City Center, wo wir dann in unsere Zimmer ziehen konnten. Den restlichen Abend hatten wir (wie die darauf folgenden Abende auch) Freizeit, in der wir essen und Prag erkunden konnten.

Silhouette der Teyn-Kirche und des Altstädter Rathauses vor einem farbenfrohen Abendhimmel. Menschen gehen auf dem belebten Platz bei eingeschaltem Straßenlaternenlicht.
Nach einer – für manche mehr, für manche weniger – langen Nacht gingen wir dann ca. um 9.00 los zum Platz, an dem wir unsere Stadtführerin trafen, mit der wir dann die nächsten 3 Stunden des Vormittags verbrachten und Sehenswürdigkeiten wie die Karlsbrücke, den Pulverturm oder die berühmte Aposteluhr besichtigten. Daraufhin liefen wir, nachdem wir eine Pause gemacht hatten, alle zusammen zur Prager Burg, welche wir dann besichtigten. Die Burg faszinierte uns durch ihre Größe und Architektur.

Am Mittwoch stand der Besuch des Ghettos Theresienstadt auf unserem Plan. Mit dem Bus fuhren wir dann ungefähr eine Stunde zu dem ehemaligen KZ. Schon bei der Ankunft verbreitete sich ein bedrückendes Gefühl an dem Ort, an dem so viel Schreckliches geschehen war. Der Reiseleiter, den wir dort trafen, zeigte uns dann ein paar Gebäude und Plätze dieses Ortes. Darunter war ein langer Tunnel, der zum einen für die Waffenlagerung genutzt wurde und in dem zum anderen auch diese Waffen ausgetestet wurden, indem die Soldaten auf Gefangene, die auf den Platz vor dem Tunnel geführt wurden, schossen. An diesem Ort zu sein und zu wissen, dass die Geschichten, die der Leiter erzählte, dort auch wirklich passiert sind, hat Angst gemacht und gab ein unwohles und beklemmendes Gefühl. Dies bemerkten wir auch an dem Verhalten untereinander. Auch in dem Museum, welches wir im Anschluss besuchten, spiegelte sich dieses Verhalten und dieses damit verbundene, beklemmende Gefühl wieder. Den Rest des Tages konnten wir uns dann einteilen, wie wir wollten, weil wir Freizeit hatten.

Am nächsten Morgen ging es dann früh los zu einer Führung durch das jüdische Viertel. Dabei besichtigten wir nicht nur 4 Synagogen (darunter eine spanische Synagoge, ….), sondern auch einen jüdischen Friedhof, auf dem mehrere Steingräber waren. Was dabei total beeindruckend war, war die Menge, denn es waren wirklich sehr viele, aber auch die Struktur der Gräber beeindruckte. Sie alle standen so wie sie schon immer dort standen. Manche schräg, manche schon fast ganz in der Erde versunken und kaum noch sichtbar. Auch danach hatten wir wieder Freizeit, in der wir die Zeit gut nutzen konnten, bis wir uns dann schließlich abends wieder als Klasse trafen und uns absprachen. Nach viel Nachdenken und Abstimmen beschlossen wir dann als Klasse, in Gruppen essen zu gehen und uns im Anschluss daran in einem Biergarten zu treffen und den Abend ausklingen zu lassen. Der Abend war wirklich schön und ein perfekter Abschluss der Zeit mit Blick über die ganze Stadt. So konnten wir müde und glücklich am Freitag in den Bus steigen und uns auf die 11-stündige Fahrt zur Schule zurück machen.

Annika und Lilly (SGS 12)

Lions-Club Bad Krozingen-Staufen zu Gast an der Beruflichen Schule Bad Krozingen

Am 9. Juli war der Lions Club Bad Krozingen-Staufen zu Gast an der Beruflichen Schule Bad Krozingen. Im Mittelpunkt standen die vielfältigen Bildungswege und Zukunftsperspektiven, die berufliche Schulen jungen Menschen eröffnen.

Thomas Hecht, Abteilungspräsident der Abteilung Schule und Bildung am Regierungspräsidium Freiburg und seit Juli Präsident des Lions Clubs Bad Krozingen-Staufen, hatte im Rahmen seiner Präsidentschaft zu einem Themenabend „Berufliche Schulen“ eingeladen. Den Auftakt bildete ein Besuch an der Beruflichen Schule Bad Krozingen.

Der Schulleiter, Herr Nazar, stellte den Gästen das Bildungsangebot der Schule vor. Dieses reicht vom Hauptschulabschluss bis zum Abitur und umfasst zudem die duale Ausbildung im Büromanagement. Im Berufskolleg I lernen die Schülerinnen und Schüler die Profile „Wirtschaft“ oder „Gesundheit und Pflege“ kennen und bereiten sich auf ihren weiteren beruflichen oder schulischen Weg vor.

Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf individueller Begleitung und Berufsorientierung. In AVdual (Ausbildungsvorbereitung) können Schülerinnen und Schüler mit intensiver Unterstützung den Hauptschulabschluss erwerben oder verbessern. AVdual-Begleiterinnen unterstützen sie bei Praktika und auf dem Weg in eine Ausbildung. Berufsorientierung spielt auch im Berufskolleg und im Beruflichen Gymnasium eine wichtige Rolle.

Die Gäste des Lions Clubs zeigten großes Interesse und nutzten die Gelegenheit für zahlreiche Fragen und einen lebendigen Austausch. Bei einem anschließenden Rundgang mit den Mitgliedern der erweiterten Schulleitung durch das Schulgebäude erhielten sie weitere Einblicke in die Schule.

Der zweite Teil des Abends fand im Kurhaus Bad Krozingen statt. Dort gab Abteilungsdirektor Martin Müller, Leiter des Referats 76 „Berufliche Schulen“ am Regierungspräsidium Freiburg, einen Überblick über die Vielfalt der beruflichen Bildungslandschaft und die zahlreichen Chancen beruflicher Schulen.

Die Berufliche Schule Bad Krozingen bedankt sich herzlich bei Lions-Präsident Thomas Hecht für die Initiative und die Gelegenheit, die Schule und ihre vielfältigen Bildungsangebote vorzustellen. Ein großes Dankeschön geht an dieser Stelle auch an Martin Müller, der unserem Förderverein eine Spende von 300 Euro zukommen ließ.

„Der Schlusspfiff ist der Anstoß“ – Abiturfeier 2026 im Zeichen von Bildung, Gemeinschaft und Zukunft

In seiner ersten Abiturrede als Schulleiter stellte Herr Nazar zwei Zitate
in den Mittelpunkt. Mit Nelson Mandelas Worten „Bildung ist die mächtigste
Waffe, mit der man die Welt verändern kann“ und einem Zitat der
Fußballlegende Pelé spannte er den Bogen zwischen Bildung, Gemeinschaft und
persönlicher Entwicklung.
Anknüpfend an die aktuelle Fußball-Weltmeisterschaft erinnerte er daran,
dass Erfolg selten allein entstehe. So wie im Fußball gute Einzelspieler nur
als Mannschaft erfolgreich seien, hätten auch die Absolventinnen und
Absolventen ihren Weg nicht allein zurückgelegt. Sein Dank galt deshalb
ausdrücklich den Familien, Freunden, Lehrkräften sowie allen, die die
Schülerinnen und Schüler auf ihrem Weg begleitet und unterstützt haben.
Mit Blick auf die Herausforderungen einer von Krisen, Digitalisierung und
raschem Wandel geprägten Welt betonte der Schulleiter, dass Schule heute
mehr leisten müsse als reine Wissensvermittlung. Neben modernen
Unterrichtsformen, individueller Förderung und Sprachbildung gehe es vor
allem darum, Persönlichkeit, Haltung und Gemeinschaft zu stärken. Den
Begriff der „Herzensbildung“ griff er dabei als treffende Beschreibung
dieses erweiterten Bildungsverständnisses auf.
Zum Abschluss ermutigte er die Absolventinnen und Absolventen, das an der
Schule erworbene Wissen, ihre Erfahrungen und ihre Haltung zu nutzen, um
ihren eigenen Weg zu gehen und die Welt im Sinne Nelson Mandelas ein Stück
mitzugestalten. Der „Schlusspfiff“ des Abiturs sei dabei kein Ende, sondern
der Anstoß für einen neuen Lebensabschnitt.
Musikalisch umrahmt wurde der Abend von der Schulband und dem Schulchor der
Beruflichen Schule Bad Krozingen. Die feierliche Zeugnisübergabe sowie das
abwechslungsreiche Programm der Abschlussklassen sorgten für einen
stimmungsvollen Ausklang des Abends.
Auch Frau Krohn gratulierte den Absolventinnen und Absolventen herzlich zu
ihrem erfolgreichen Abschluss. In ihrem ersten Abiturjahrgang als
Abteilungsleiterin betonte sie, wie stolz sie auf alle Absolventinnen und
Absolventen sei. Für ihren weiteren Lebensweg wünschte sie ihnen, weiterhin
offen und freundlich auf andere Menschen zuzugehen, neugierig zu bleiben und
die Welt zu erkunden.
Insgesamt 55 Schülerinnen und Schüler traten in diesem Jahr zur
Abiturprüfung an. 51 von ihnen erlangten erfolgreich die Allgemeine
Hochschulreife mit einem bemerkenswerten Gesamtdurchschnitt von 2,5. Vier
weitere schlossen ihre Schulzeit mit dem schulischen Teil der
Fachhochschulreife erfolgreich ab.
Im Rahmen der Abiturfeier wurden zahlreiche Absolventinnen und Absolventen
für ihre besonderen Leistungen ausgezeichnet. Den Schulpreis für die beste
Gesamtleistung erhielt Lara Finja Dreher, die ihr Abitur mit der
hervorragenden Note 1,3 abschloss.
Für herausragende Leistungen in den Profilfächern verlieh die
Heidehof-Stiftung Stuttgart ihre Preise an Sophie Gummenscheimer (Gesundheit
und Biologie) sowie Pauline Perschil (Pädagogik und Psychologie). Im Rahmen
der Bildungspartnerschaft zwischen der Beruflichen Schule Bad Krozingen und
der Volksbank Breisgau-Markgräflerland wurde Rustem Memetov für seine
hervorragenden Leistungen im Profilfach Volks- und Betriebswirtschaftslehre
ausgezeichnet. Als Schulbeste erhielt Lara Finja Dreher zudem eine besondere
Auszeichnung der Volksbank.
Insgesamt wurden acht Absolventinnen und Absolventen für einen
Notendurchschnitt von besser als 1,9 mit einem Preis geehrt. Drei weitere
erhielten für einen Notendurchschnitt von 1,9 beziehungsweise 2,0 ein Lob.
Gewürdigt wurde außerdem das außerunterrichtliche Engagement vieler
Schülerinnen und Schüler, die sich während ihrer Schulzeit unter anderem im
Chor, in der Schulband, im Schulsanitätsdienst oder in der SMV eingebracht
und damit das Schulleben bereichert haben.