Infotag für die neue Berufliche Schule Bad Krozingen übertrifft alle Erwartungen

Letzten Freitag fand der von uns lange im Voraus geplante Infotag für die neue Berufliche Schule Bad Krozingen statt. Die Werbetrommel wurde fleißig gerührt und trotzdem blieb es bis zum Veranstaltungsbeginn um 16:00 Uhr spannend, wie groß denn die Nachfrage nach dem neuen Standort und dem neuen Bildungsangebot sein würde. Als dann fünfzehn Minuten vor Veranstaltungsbeginn die 200 gestuhlten Plätze bereits komplett belegt waren, machte sich ein nicht zu übersehendes Grinsen bei allen Kolleginnen und Kollegen breit – hatten Sie doch im Vorfeld sehr viel Zeit und Energie in die Vorbereitung investiert.
Eine ausführliche Beschreibung des Infotags wurde bereits heute in der Badischen Zeitung abgedruckt und ist hier im Folgenden nachzulesen:

Moderne Ausstattung bietet größten Vorteil

Dorothee Philipp, Mo, 21. Januar 2019 (BZ)

Die Berufliche Schule in Bad Krozingen, die zum Schuljahr 2019/20 den Betrieb aufnimmt, stellte ihr Angebot vor und stieß auf großes Interesse – Anmeldung für das Schuljahr 2019/2010 von 1. Februar bis 1. März 2019.

BAD KROZINGEN. “Wir freuen uns auf unsere neuen Nachbarn”, stellte Sabine Stein, Schulleiterin der Bad Krozinger Max-Planck-Realschule fest, als sie zum Informationstag zur Beruflichen Schule an die 300 Gäste in der vollen Aula begrüßte. Die neue Schule in der Trägerschaft des Landkreises, die im Schuljahr 2019/20 den Betrieb aufnehmen soll, sei laut Stein ein “enormer Zugewinn” für die hiesige Schullandschaft. Bereits am 1. Februar beginnt die einmonatige Anmeldefrist, die vorläufigen Bescheide werden am 22. März vergeben.

Welche Ausbildungsgänge in der neuen Schule angeboten werden, erläuterten Christine Seifert, Schulleiterin der Kaufmännischen Schulen in Müllheim, die die Leitung der neuen Schule in Bad Krozingen übernehmen wird, sowie einige ihrer Kolleginnen und Kollegen, die dann in Bad Krozingen unterrichten werden. Mit Desponia Soilemezidou und Julius Reichardt waren auch die beiden Schulsprecher des Wirtschaftsgymnasiums und weitere Mitglieder der Schülervertretung gekommen. 500 bis 600 Schüler wird die neue Berufsschule in Bad Krozingen aufnehmen. “Klein und fein” habe den Vorteil, dass sich alle kennen, die Wege kurz und die Klassen klein seien, sagte Seifert. Sie werde angesichts des Rohbaus immer wieder gefragt, ob die Schule auch fertig werde: Das sei ganz klar der Fall, der Zeitplan sei bisher eingehalten worden. Derzeit überprüfe man zusammen mit dem Landratsamt die bestehenden Busverbindungen, wobei einige angepasst und auch neue kreiert werden, sagte Seifert. Kollegium und Schüler der Kaufmännischen Schulen Müllheim, die die neuen Ausbildungsgänge an Bad Krozingen abgeben, hatten sich viel Mühe gemacht, an verschiedenen Ständen die Angebote, das Profil und die Besonderheiten der Schule vorzustellen. Dazu gehörte auch ein Förderprojekt mit einer Partnerschule in Ecuador. Große Aufmerksamkeit erhielt eine Tafel der neusten Generation mit Touchscreen, Speichermöglichkeiten und einer Vielzahl von Funktionen. “Die Beamer werden durch dieses Allround-Medium überflüssig”, erklärte Fachlehrer Matthias Buss.
Auf mehreren Wegen zum Ziel

Matthias Buss erläutert die neue Touchscreen-Tafel. Foto: Dorothee Philipp

Zwei Ausbildungswege bietet die neue Schule an für Schüler, die den mittleren Bildungsabschluss geschafft haben: Das Berufskolleg I, in dem die Qualifikationen für kaufmännische Berufe sowie für Berufe im Bereich Gesundheit und Pflege mit einem hohen Anteil an praktischen und berufsbezogenen Fächern erworben werden, und das Berufliche Gymnasium, das mit seinem hohen Anteil allgemeinbildender Fächer zur allgemeinen Hochschulreife führt. Dabei gibt es mit dem Wirtschaftsgymnasium und dem Sozial- und Gesundheitswissenschaftlichen Gymnasium zwei Ausbildungsgänge, die bereits Profilfächer in den entsprechenden Bereichen anbieten. Die Organisation der beiden Bildungsgänge unterscheidet sich: Während im Berufskolleg der Klassenverband vorherrscht, gibt es im Gymnasium durch die verschiedenen Fächerkombinationen und Wahlmöglichkeiten ein Kurssystem, in dem man im Laufe des Schultags in unterschiedlichen Gruppen zusammen arbeitet. Eine wichtige Erfahrung für die Schüler sei die Selbstorganisation beim Erwerb von Wissen, berichteten die Schülervertreter. “Wenn man die allgemeine Hochschulreife will, muss man etwas tun”, meinte Schülersprecher Julius. Da reiche es nicht, wenn man einen Tag vor der Klausur zu lernen anfängt.

Walter Stengel-Rupp, Abteilungsleiter und Profilfachlehrer erläuterte die Aufnahmebedingungen und Probezeitregelungen. Für das Berufskolleg I sei ein mittlerer Abschluss erforderlich, Notenschnitte würden erst dann berücksichtigt, wenn es mehr Bewerbungen als Plätze gebe. Für das berufliche Gymnasium ist ein Notenschnitt von 3,0 in den Kernfächern erforderlich, wobei kein Fach schlechter als mit vier bewertet sein darf. Anders als im Berufskolleg, das eine Probezeit bis zum ersten Halbjahreszeugnis vorsieht, gibt es im Gymnasium keine Probezeit, aber das Angebot einer fortlaufenden Beratung.

Die Werbung für ein Fortsetzen des Bildungswegs an der neuen beruflichen Schule in Bad Krozingen stand im Mittelpunkt der Veranstaltung. Das größte Plus ist das nagelneue Schulgebäude mit einer top-modernen Ausstattung. Auch interessieren sich in der Kurstadt viele interessante Unternehmen aus der Gesundheitsbranche und nicht zuletzt das direkt benachbarte Herzzentrum für eine Partnerschaft mit der neuen Schule. Alle Klassen lernen im Tablet-Unterricht, und es gibt eine Fülle von außerunterrichtlichen Aktivitäten bis hin zu Schüleraustausch und Klassenreisen ins Ausland, wie auf einer attraktiven Bilderstrecke zu sehen war.

Berufliche Schule bleibt auf Kurs

Bei der Begehung des Rohbaus der neuen Beruflichen Schule des Landkreises auf dem Schulcampus Bad Krozingen sieht man nur zufriedene Gesichter. Noch ist man im Zeit- und Kostenrahmen.

Jeder Tag zählt. Deshalb wird auch dann gehämmert, gebohrt und gesägt, wenn die Bauverantwortlichen am Dienstagnachmittag den Rohbau der neuen Beruflichen Schule in Bad Krozingen in Augenschein nehmen.

Die künftige Schulleiterin Christine Seifert freut sich auf das markante neue Gebäude, das mit seinen runden Ecken am südlichen Entrée der Kurstadt einiges hermachen dürfte. Für dessen neue Schulgänge vom Gymnasium übers Berufskolleg bis hin zur Berufsschule mit Schwerpunkt jeweils im sozial- und gesundheitswissenschaftlichen Bereich rührt sie schon fleißig die Werbetrommel, denn: “Wir werden das schöne Gebäude auch mit der passenden Pädagogik füllen.” Da Kreisdezernent Wisser auch noch verkündet, dass der Kostenrahmen für das insgesamt rund 14 Millionen Euro teure Gebäude bislang eingehalten wird, reihen sich die Bürgermeister des gemeinsamen Mittelzentrums Bad Krozingen und Staufen in die Gilde der zufriedenen Mienen ein. Bad Krozingen kann an seinem Profil der Gesundheitsstadt feilen.

Autor: Hans-Peter Müller (Badische Zeitung)

Party bringt Schulen zusammen

Der Countdown läuft: In genau einem Jahr öffnet die Berufliche Schule Bad Krozingen ihre Tore. Da verwundert es kaum, dass das Interesse am neuen Schulgebäude mit voranschreitendem Bauprozess immer weiter wächst. Deshalb organisierten die Kaufmännischen Schulen Müllheim, die mit dem größten Teil ihres pädagogischen und nichtpädagogischen Personals in die neue Schule in Bad Krozingen einziehen wird, am letzten Tag der Sommerferien eine Baustellenparty. Dankenswerterweise stellte das Kreisgymnasium Bad Krozingen seine Aula samt Garnituren und Gasgrill zur Verfügung.

Selbstverständlich war die Lehrerschaft des Kreisgymnasiums auch eingeladen; zum einen, um sich gegenseitig kennenzulernen, aber auch als kleine Wiedergutmachung- müssen sie doch tagtäglich den Baulärm und -schmutz der Baustelle ertragen. So kam es, dass rund 80 KollegInnen beider Schulen gemeinsam bei Grillwurst und Kaltgetränk den Worten des stellvertretenden Bauherrn, Herrn Hartmut Klein, lauschten, der einen interessanten Einblick in den Bauprozess und -fortschritt gab. Frau Steinke vom Amt für Schule und Bildung im Landratsamt war als Vertreterin des Schulträgers ebenfalls anwesend und feierte mit.

Es war ein rundum gelungenes Fest, das sehr dazu beitrug, die Vorfreude aller auf das Schulleben am künftigen Standort weiter wachsen zu lassen.

Baggern für die Zukunft der Schulen

Der Bau der beruflichen Schule in Bad Krozingen geht voran. Die Bagger sind am Werk und weitere Aufträge in Millionenhöhe sind vergeben. Das Landratsamt Breisgau-Hochschwarzwald geht davon aus, dass der Zeitplan eingehalten werden kann. Die Schule soll 2019 von Müllheim nach Bad Krozingen verlegt werden. In Müllheim soll im Gegenzug die Georg-Kerschensteiner- Schule ausgebaut werden. Dafür gibt es erste Pläne. Direkt nach dem Umzug der beruflichen Schule soll dort im großen Stile die Sanierung beginnen.

Im Schuljahr 2019/2020 soll die berufliche Schule in Bad Krozingen ihre Tore öffnen. Wenige Wochen nach dem Spatenstich sind dort derzeit die Bagger am Arbeiten. Laut Informationen aus der jüngsten Sitzung des Eigenbetriebes Bau LKBH verläuft der Bau bislang planmäßig. “Mit heutigem Stand ist die Inbetriebnahme des Gebäudes zum Schuljahresbeginn 2019/2020 nicht gefährdet”, heißt es in Unterlagen des Landratsamtes. In der Sitzung wurden Aufträge in Höhe von mehr als zwei Millionen Euro vergeben, unter anderem für Klempnerarbeiten und Verglasungs- und Sonnenschutzarbeiten. Insgesamt soll der Bau der Schule in Bad Krozingen rund 14 Millionen Euro kosten

Die Schule sollen bis zu 500 Schülern besuchen können. Gebaut wird sie neben dem Kreisgymnasium in Bad Krozingen. Hintergrund des Neubaus ist die Entscheidung, dass eine der beiden beruflichen Schulen Müllheims nach Bad Krozingen umziehen soll. Beide Schulen haben Platzmangel, hieß es, eine Erweiterung in Müllheim sei nicht möglich gewesen. Die Georg-Kerschensteiner-Schule, also die Schule, die in Müllheim bleibt, wird dagegegn ausgebaut und erhält ein zukunftsfähiges Profil. Hier soll ein kaufmännischer Schwerpunkt aufgebaut werden.

Autor: Sebastian Wolfrum (Badische Zeitung)

Bau der Beruflichen Schule hat begonnen

Die Vorgeschichte für den winterlichen Spatenstich geht zurück bis ins Jahr 2013. Damals hatte der Kreistag beschlossen, dass von den beiden beruflichen Schulen in Müllheim eine nach Bad Krozingen umziehen soll. In Müllheim war zu wenig Platz in den Schulen und für einen Neubau wurde kein geeignetes Grundstück gefunden.

“Als gemeinsames Mittelzentrum mit Staufen sind wir das einzige im Kreis, das keine beruflichen Schulen in der Trägerschaft des Kreises hat”, erklärte Bad Krozingens Bürgermeister Volker Kieber. “Der Bau ist ein wichtiges Mittel, die Lücke in der Schullandschaft zu schließen. Mit der Beruflichen Schule gibt es eine gute Perspektive für die Schülerinnen und Schüler in Bad Krozingen. Es ist aber auch eine Zukunftsperspektive für die regionale Schulentwicklung.”

Für den Neubau in Bad Krozingen nimmt der Landkreis rund 14 Millionen Euro in die Hand, so Thomas Wisser, Finanzdezernent des Kreises. Eingerechnet sind dabei die Außenanlagen, die Digitalisierung und die Einrichtung. Der Unterricht in der Beruflichen Schule soll im September 2019 beginnen. Die Schule sollen bis zu 500 Schülern besuchen können. Die Schule soll neben dem Kreisgymnasium in Bad Krozingen gebaut werden. Die beiden Schulen werden gemeinsam die Cafeteria des Gymnasiums nutzen.

Das Schulzentrum in Müllheim beinhaltet derzeit noch zwei Schulen, die Georg-Kerschensteiner-Schule und die Kaufmännische Schule. Der Platz dort wurde aber nach den Darstellungen der Entscheider knapp. Daher die Idee, die Schulen zu splitten. In Bad Krozingen soll jetzt eine Schule mit dem Schwerpunkt Pflege- und Gesundheit entstehen, in Müllheim ein kaufmännischer Schwerpunkt.

Aus Bad Krozingen sind überwiegend positive Stimmen zu hören. “Es wurde kein Standort geschwächt, sondern beide gestärkt”, sagte Kieber. Es gibt jedoch Stimmen, die die Finanzierung hinterfragen. Der Landkreis muss für den Bau Schulden aufnehmen. Einen Großteil der anfallenden Zinsen übernimmt die Stadt Bad Krozingen. Nach Berechnungen des Gemeindekämmerers könnten maximal 1,5 Millionen Euro fällig werden. Außerdem wird dem Kreis das Gelände für einen symbolischen Euro für 99 Jahre im Erbpachtvertrag überlassen.

Autor: Sebastian Wolfrum (Badische Zeitung)

Kultusministerium stimmt Neugestaltung zu

Kultusministerin Dr.Susanne Eisenmann: Aussichtsreiche Grundlage für eine Neuprofilierung der beiden Schulstandorte Müllheim und Bad Krozingen.

„Dem im Dezember vergangenen Jahres in modifizierter Form vorlegten Antrag des Landkreises Breisgau-Hochschwarzwald auf Verlegung der Kaufmännischen Schule von Müllheim nach Bad Krozingen bei gleichzeitiger Neuprofilierung der beiden Schulstandorte stimmen wir hiermit zu“, teilt Kultusministerin Dr. Susanne Eisenmann mit. Sie bekräftigt, dass mit diesem Gesamtkonzept nun aus ihrer Sicht eine überzeugende, tragfähige Lösung für die beiden Schulstandorte in Müllheim und Bad Krozingen gefunden worden sei. „Mir ist es ein wichtiges Anliegen, dass mit dieser Entscheidung nun alle vor Ort am Schulleben Beteiligten endlich Planungssicherheit haben und Ruhe und Verlässlichkeit an den beiden beruflichen Schulstandorten einkehren“, betont Eisenmann. Bei der Entscheidungsfindung seien die unterschiedlichen Interessen aller vor Ort Beteiligten sorgfältig geprüft und abgewogen worden.

Die Verlegung und Profilierung erfolgt zum Schuljahr 2019/20. Der Landkreis hat dabei die Möglichkeit, Klassen in Bildungsgängen, die von Müllheim nach Bad Krozingen verlegt werden, in Müllheim auslaufend bis zum jeweiligen Abschluss weiterzuführen.

Die Kultusministerin begrüßt den nach eingehender Erörterung mit Vertretern Müllheims und Bad Krozingens vom Landkreis gestellten Antrag sowohl aus pädagogischen und als auch aus schulorganisatorischen Gründen. Der Antrag des Landkreises vermeidet, dass zwei einzügige Sozial- und Gesundheitswissenschaftliche Gymnasien entstehen. Diese sollen mit dem Ziel einer stringenten Profilbildung stattdessen komplett nach Bad Krozingen verlegt werden. „Damit gelingt eine verlässliche Profilbildung für beide Standorte – Gesundheit und Pflege in Bad Krozingen, Gewerbe und Handel in Müllheim“, hebt die Kultusministerin hervor. Eine Verteilung der SG-Klassen auf zwei Standorte wäre hingegen unter pädagogischen Gesichtspunkten sowie aus Ressourcensicht nachteilig gewesen.

Mit Blick auf die Wohnorte der Schülerinnen und Schüler sei es außerdem angemessen, dass zwei Züge des wirtschaftswissenschaftlichen Gymnasiums (WG) in Müllheim bleiben, während einer nach Bad Krozingen verlagert wird. Im Hinblick auf die Entwicklung moderner medizinischer Strukturen am Standort Bad Krozingen sei dort ein wirtschaftswissenschaftliches Standbein durchaus angezeigt.

Quelle: www.km-bw.de