SGS 12 auf Studienfahrt in Prag
Nach einer langen Fahrt von neun Stunden kamen wir endlich in Prag an. Darauf folgte ein kurzer Weg zu Fuß zu unserem Hotel City Center, wo wir dann in unsere Zimmer ziehen konnten. Den restlichen Abend hatten wir (wie die darauf folgenden Abende auch) Freizeit, in der wir essen und Prag erkunden konnten.
Nach einer – für manche mehr, für manche weniger – langen Nacht gingen wir dann ca. um 9.00 los zum Platz, an dem wir unsere Stadtführerin trafen, mit der wir dann die nächsten 3 Stunden des Vormittags verbrachten und Sehenswürdigkeiten wie die Karlsbrücke, den Pulverturm oder die berühmte Aposteluhr besichtigten. Daraufhin liefen wir, nachdem wir eine Pause gemacht hatten, alle zusammen zur Prager Burg, welche wir dann besichtigten. Die Burg faszinierte uns durch ihre Größe und Architektur.
Am Mittwoch stand der Besuch des Ghettos Theresienstadt auf unserem Plan. Mit dem Bus fuhren wir dann ungefähr eine Stunde zu dem ehemaligen KZ. Schon bei der Ankunft verbreitete sich ein bedrückendes Gefühl an dem Ort, an dem so viel Schreckliches geschehen war. Der Reiseleiter, den wir dort trafen, zeigte uns dann ein paar Gebäude und Plätze dieses Ortes. Darunter war ein langer Tunnel, der zum einen für die Waffenlagerung genutzt wurde und in dem zum anderen auch diese Waffen ausgetestet wurden, indem die Soldaten auf Gefangene, die auf den Platz vor dem Tunnel geführt wurden, schossen. An diesem Ort zu sein und zu wissen, dass die Geschichten, die der Leiter erzählte, dort auch wirklich passiert sind, hat Angst gemacht und gab ein unwohles und beklemmendes Gefühl. Dies bemerkten wir auch an dem Verhalten untereinander. Auch in dem Museum, welches wir im Anschluss besuchten, spiegelte sich dieses Verhalten und dieses damit verbundene, beklemmende Gefühl wieder. Den Rest des Tages konnten wir uns dann einteilen, wie wir wollten, weil wir Freizeit hatten.
Am nächsten Morgen ging es dann früh los zu einer Führung durch das jüdische Viertel. Dabei besichtigten wir nicht nur 4 Synagogen (darunter eine spanische Synagoge, ….), sondern auch einen jüdischen Friedhof, auf dem mehrere Steingräber waren. Was dabei total beeindruckend war, war die Menge, denn es waren wirklich sehr viele, aber auch die Struktur der Gräber beeindruckte. Sie alle standen so wie sie schon immer dort standen. Manche schräg, manche schon fast ganz in der Erde versunken und kaum noch sichtbar. Auch danach hatten wir wieder Freizeit, in der wir die Zeit gut nutzen konnten, bis wir uns dann schließlich abends wieder als Klasse trafen und uns absprachen. Nach viel Nachdenken und Abstimmen beschlossen wir dann als Klasse, in Gruppen essen zu gehen und uns im Anschluss daran in einem Biergarten zu treffen und den Abend ausklingen zu lassen. Der Abend war wirklich schön und ein perfekter Abschluss der Zeit mit Blick über die ganze Stadt. So konnten wir müde und glücklich am Freitag in den Bus steigen und uns auf die 11-stündige Fahrt zur Schule zurück machen.
Annika und Lilly (SGS 12)


