Unsere Studienfahrt nach Prag: SGG12
Am Montag machte sich die komplette Oberstufe, aufgeteilt auf zwei Busse, frühmorgens auf den Weg nach Prag. Nach einer entspannten und ziemlich fröhlichen Fahrt kamen wir gegen 16 Uhr am Hotel an. Bei der Zimmervergabe hatten sich irgendwie die Jungs die größten Zimmer gesichert, während bei einer Schülerin direkt das Bett zusammenbrach. Ansonsten war das Hotel aber sauber, gemütlich, mit gutem Frühstück und für die nächsten Tage völlig in Ordnung.
Für die SGG ging es am ersten Abend erstmal gemeinsam zum Essen. Danach konnte jeder machen, worauf er Lust hatte. Die kleinen Prager Supermärkte wurden direkt nach neuen Snacks und Getränken durchforstet. Aber auch die Hotelbar kam gut an und bei dem einen oder anderen ganz besonders der Barkeeper. Man musste das Hotel also nicht unbedingt verlassen, um einen guten Abend zu haben.
Am Dienstag starteten wir mit einer Stadtführung. Unsere Tourguide war super witzig und sorgte für gute Stimmung. Da sie allerdings nicht ganz so flott unterwegs war, ging es eher im Schneckentempo durch Prag. Am Nachmittag wurde es bunter. In einem kleinen Pop-up-Museum wurde das Bällebad gestürmt, mit Blumentöpfen auf dem Kopf posiert und in Licht- und Spiegelräumen jede Menge Fotos gemacht.
Abends ging es in einen Indoor Park mit verschiedenen Räumen und Aufgaben. Hier waren teilweise echte akrobatische Höchstleistungen gefragt: klettern, springen, balancieren und irgendwie gemeinsam versuchen, die Aufgaben zu lösen.
Am Mittwoch wurde es ernster. Mit dem Besuch der Gedenkstätte Theresienstadt stand ein eindrücklicher Programmpunkt an. Abends ging es noch auf die Prager Burg und ins Goldene Gässchen. Natürlich durfte auch ein Gruppenfoto nicht fehlen. Eine ältere Dame mit Rollator lief allerdings genau im richtigen Moment durchs Bild und wurde so kurzerhand Teil unserer Prag-Erinnerungen. Danach war der Abend wieder zur freien Verfügung. Viele trafen sich später im „Epic“ und tatsächlich schaffte es auch die eine oder andere Lehrkraft am Türsteher vorbei und in den Club.
Am Donnerstag konnten wir uns bei einem Graffiti-Workshop kreativ austoben. Ein Motiv hatte eine besondere Bedeutung: Unser Busfahrer Roland wurde kurzerhand überdimensional an einer Wand verewigt. Abends ging es dann noch in eine Karaokebar, wo einige echte Banger rausgehauen wurden. Ob dabei jeder Ton saß, war eigentlich Nebensache, die Stimmung hat auf jeden Fall gepasst.
Am Freitag hieß es dann leider schon wieder Heimfahrt. Die ersten Stunden im Bus waren verdächtig ruhig. Irgendwann kam die Energie zurück und es wurde wieder geredet und gesungen. Durch jede Menge Stau zog sich die Rückfahrt allerdings auf rund elf Stunden. Spätestens gegen Ende waren die letzten Reserven aufgebraucht und eigentlich wollten alle nur noch eins: endlich nach Hause. Dort kamen wir schließlich auch an. Ziemlich müde, mit vielen neuen Erinnerungen und definitiv mit weniger Schlaf, als für eine normale Schulwoche zu empfehlen wäre.
Autorin: Leafee Schulz



